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FM-GwG & Sanktionengesetz 2024: Neue Pflichten für Kryptos, Compliance & Sanktionsmonitoring

Neue Spielregeln: Was das Glücksspielgesetz, § 11a, § 23a FM-GwG und das Sanktionengesetz 2024 jetzt von Dir verlangen

Im Zuge der Umsetzung der EU-Vorgaben und der FATF-Empfehlungen hat Österreich tiefgreifende gesetzliche Änderungen beschlossen. Mit dem FM-GwG-Anpassungsgesetz 2024 und dem neuen Sanktionengesetz 2024 wurde auch das Glücksspielgesetz (GSpG) umfassend novelliert. Die Änderungen betreffen insbesondere die Bekämpfung von Geldwäscherei, Terrorismusfinanzierung und – ganz neu – die Nichtumsetzung und Umgehung gezielter finanzieller Sanktionen im Zusammenhang mit Proliferationsfinanzierung.

FM-GwG & Sanktionengesetz 2024: Neue Pflichten für Kryptos, Compliance & Sanktionsmonitoring

Warum die Änderungen?

Die internationale Staatengemeinschaft – allen voran die Financial Action Task Force (FATF) – erhöht den Druck auf Mitgliedstaaten, auch die Finanzierung von Massenvernichtungswaffen (Proliferation) stärker in den Fokus zu rücken. Österreich reagiert nun mit klaren Regelungen, die Du als Verpflichteter unbedingt kennen solltest – ganz egal, ob Du ein Kryptowerte-Dienstleister, Zahlungsinstitut, Kreditinstitut oder Glücksspielanbieter bist.


§ 11a FM-GwG: Mehr Verantwortung bei selbst gehosteten Wallets

Der neue § 11a bringt für Anbieter von Kryptowerte-Dienstleistungen deutliche Veränderungen mit sich:

  • Du musst Risiken aus selbst gehosteten Adressen erkennen, bewerten und geeignete Gegenmaßnahmen treffen.

  • Dabei geht es auch um das Risiko der Nichtumsetzung oder Umgehung gezielter finanzieller Sanktionen im Zusammenhang mit Proliferationsfinanzierung.

  • Du bist verpflichtet, zusätzliche Informationen zum Ursprung oder Ziel der transferierten Kryptowerte einzuholen und die Identität der Beteiligten (ggf. auch über Dritte) zu prüfen.

Besonders bei Transaktionen ohne zwischengeschalteten Dienstleister – wie sie bei selbst gehosteten Wallets üblich sind – steigen die Risiken. Dein Risikomanagementsystem muss das abbilden.


§ 23a FM-GwG: Sanktionsrisiken erkennen und kontrollieren

Mit dem neuen § 23a wird ein zentrales Element zur Bekämpfung von Proliferationsfinanzierung eingeführt. Was bedeutet das konkret für Dich?

  • Du musst Strategien, Kontrollen und Verfahren einführen, mit denen Du das Risiko der Nichtumsetzung und Umgehung von Sanktionen im Zusammenhang mit Proliferationsfinanzierung bewertest, steuerst und minimierst.

  • Die Anforderungen müssen schriftlich festgelegt, vom Leitungsorgan genehmigt und laufend aktualisiert werden.

  • Außerdem ist ein besonderer Beauftragter (quasi ein „Sanktionsbeauftragter“) zu benennen, der die Einhaltung überwacht.

  • Auch Schulungen Deiner Mitarbeiter und eine unabhängige Prüfung (z. B. durch interne Revision) sind verpflichtend.

Wenn Du Teil eines Konzerns bist, gelten diese Verpflichtungen auch auf Gruppenebene. Das heißt: Deine Zweigstellen und Tochtergesellschaften – auch im Ausland – müssen dieselben Standards einhalten.


Sanktionengesetz 2024: Neue Zuständigkeiten, klare Vorgaben

Mit dem SanktG 2024 wird erstmals ein eigenständiges Gesetz zur Umsetzung internationaler Sanktionen eingeführt. Es löst das Sanktionsgesetz von 2010 ab und bringt folgende Neuerungen:

  • Die FMA übernimmt ab 2026 die Zuständigkeit für die Überwachung – bisher lag diese bei der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB).

  • Du musst Sanktionsmaßnahmen innerhalb von 24 Stunden umsetzen können.

  • Es gibt neue Pflichten für den Informationsaustausch zwischen Behörden und mit der EU oder UN.

  • Die Vorschriften orientieren sich inhaltlich stark an § 23a FM-GwG – auch hier ist eine Risikoanalyse, ein Kontrollsystem, Meldepflichten und die Benennung eines Beauftragten vorgesehen.

Für Kryptowerte-Dienstleister, Zahlungsinstitute und Versicherungen wird das besonders relevant: Für sie gilt ab 2025 bereits ein „Sanktionsmonitoring light“ – ab 2026 dann vollumfänglich.


Glücksspielgesetz: Proliferationsfinanzierung rückt in den Fokus

Auch der Glücksspielsektor bleibt nicht außen vor. Das GSpG wurde in mehreren Paragraphen angepasst – mit weitreichenden Konsequenzen:

Neue Anforderungen im Überblick

  • In § 5, § 14, § 19, § 21 und § 31 GSpG ist nun ausdrücklich festgehalten, dass auch das Risiko der Proliferationsfinanzierung zu beachten ist.

  • Du musst sicherstellen, dass Deine internen Abläufe die neuen Sorgfaltspflichten abbilden.

  • Auch hier wird die FMA eine Aufsichtsrolle übernehmen – spätestens ab 2026.

  • Änderungen gelten teilweise sofort, teilweise gestaffelt – bis spätestens 1. Januar 2026.

Was heißt das konkret für Dich als Glücksspielanbieter?

  • Du musst Deine internen Prozesse überarbeiten.

  • Es ist sicherzustellen, dass Du verdächtige Transaktionen erkennst, auch im Zusammenhang mit Proliferationsfinanzierung.

  • Dein Risikomanagementsystem muss angepasst und um diesen neuen Aspekt erweitert werden.


WiEReG-Novelle: Mehr Transparenz bei Nominee-Vereinbarungen

Die Änderungen im Wirtschaftliche Eigentümer Registergesetz (WiEReG) zielen darauf ab, undurchsichtige Strukturen – etwa durch Nominee-Vereinbarungen – zu durchleuchten.

Was Du jetzt beachten musst:

  • Nominee-Vereinbarungen müssen gemeldet und offengelegt werden.

  • Es gibt neue Definitionen für Nominator, Nominee und Nominee-Direktor.

  • Auch die Meldepflichten für Rechtsträger werden erweitert, ebenso die Befugnisse der Registerbehörde zur Überprüfung.

  • Bei Verstößen drohen deutlich erhöhte Verwaltungsstrafen – bis zu 75.000 Euro bei Vorsatz.


Fazit: Es wird ernst – jetzt handeln!

Du siehst: Mit der FM-GwG-Novelle 2024, dem neuen Sanktionengesetz und der Ausweitung auf das Glücksspielrecht kommt einiges auf Dich zu.

Das solltest Du jetzt tun:

  • Prüfe Deine bestehenden Prozesse und Richtlinien.

  • Benenne einen Sanktionsbeauftragten, wenn noch nicht geschehen.

  • Passe Deine Risikoanalyse an, insbesondere auf Gruppenebene.

  • Schule Deine Mitarbeiter zu den neuen Anforderungen.

  • Bereite Dich auf Prüfungen durch FMA oder externe Stellen vor.

Diese Reformen sind nicht nur eine gesetzliche Pflicht – sie sind ein klares Signal: Der Kampf gegen Geldwäscherei, Terrorismusfinanzierung und Proliferationsfinanzierung wird auf eine neue Ebene gehoben. Sei vorbereitet – und geh mit gutem Beispiel voran.


Sanktionen und Embargos: Compliance navigieren

Zielgruppe:

  • Führungskräfte bei Finanzunternehmen und Nicht-Finanzunternehmen,
  • Geldwäsche-Beauftragte, Compliance Officer sowie Embargo-/ Sanktions-Beauftragte
  • Programm:

  • Was sind Finanzsanktionen und Embargos:
    Erfahre, welche Arten von Beschränkungen im Bereich des Kapital- und Zahlungsverkehrs bestehen und wie diese umgesetzt werden.

  • Länder– und Personenbezogene Embargos:
    Lerne, wie sich Total-, Teil- und Waffenembargos unterscheiden und wie du korrekt mit Sanktionslistentreffern und Meldepflichten umgehst, z. B. das Melden eingefrorener Gelder an das SZ FiSankt.

  • Effizientes Management von Sanktionen und Embargos:
    Erhalte Einblicke in die Anforderungen des Sanktionsdurchsetzungsgesetzes, verschärfte Kontrollpflichten und IT-gestützte Screening-Systeme, um verdächtige Transaktionen in Echtzeit zu filtern und zu sperren.

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  • Zeitstunden nach §15 FAO und MaRisk AT 7.1

  • 6,50 Zeitstunden

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In deinem Seminar enthalten:

Die S+P Tool Box:

  • Vorträge als PDF:
    Schnelle Wissensauffrischung und direkte Umsetzung der Seminarinhalte in deinem Arbeitsalltag.

  • Praxisorientierte Leitfäden:
    Klare Anleitungen, die dir helfen, das Monitoring von Embargos und Sanktionen effizient durchzuführen und potenzielle Risiken frühzeitig zu erkennen.

  • Aktuelles Wissen über gesetzliche Änderungen:
    Zusammenstellung der neuesten Anforderungen und Regelungen im Screening von Länderrisiken, um rechtliche Compliance sicherzustellen.

  • Toolkits und Checklisten: Praktische Ressourcen, die dir helfen, eine umfassende Screening-Strategie zu entwickeln und angemessene Maßnahmen zu ergreifen.

Praxisnahes Lernen für deinen Arbeitsalltag: Erfolgreiche Beispiele, sofortige Anwendung.

  • Case Study 1:
    Erfolgreiches Monitoring von Embargos und Sanktionen

    Erfahre in dieser Fallstudie, wie ein Unternehmen durch eine effektive Implementierung von Best Practices und Leitfäden das Monitoring von Embargos und Sanktionen erfolgreich umsetzte. Dadurch konnten sie potenzielle Risiken frühzeitig identifizieren und angemessene Maßnahmen ergreifen, um sich rechtskonform und proaktiv gegen Geldwäscheaktivitäten abzusichern.

  • Case Study 2:
    Screening von Länderrisiken

    Diese Fallstudie zeigt, wie ein Unternehmen die verschärften Anforderungen im Screening von Länderrisiken umsetzte und so seine Compliance stärkte. Durch den Einsatz von spezifischen Toolkits und Checklisten entwickelten sie eine umfassende Screening-Strategie, um Risiken in Geschäftsbeziehungen mit verschiedenen Ländern besser zu identifizieren und zu bewerten.

Programm

Bleib auf dem neuesten Stand in der Welt der Sanktionen und Embargos! Mit neuen gesetzlichen Anforderungen und verschärften Kontrollpflichten stehen Unternehmen vor großen Herausforderungen im Compliance-Management. Erfahre in unserem Seminar „Embargos und Sanktionen: Compliance-Pflichten sicher erfüllen“, wie du diese Anforderungen gesetzeskonform umsetzt und dein Unternehmen sicher durch den Sanktionsdschungel navigierst.

Lerne die besten Strategien und Praktiken kennen, um Embargos und Sanktionen korrekt zu handhaben, Risiken effektiv zu managen und interne Prozesse zu optimieren. Nutze diese Chance, um deine Compliance-Kompetenz zu stärken und dein Unternehmen vor rechtlichen Risiken zu schützen.

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Best Practices zum Monitoring von Embargos und Sanktionen

  • Was sind Finanzsanktionen und Embargos?
    • Beschränkungen im Bereich des Kapital- und Zahlungsverkehrs
    • Länder– und Personenbezogene Embargos
    • Unterscheidung von drei Embargoarten: Totalembargos, Teilembargos und Waffenembargos
  • Richtiger Umgang mit Sanktionslistentreffern
    • Meldepflichten bei Sanktionen und Embargos
    • Eingefrorene Gelder sind innerhalb einer Woche an das SZ FiSankt zu melden
    • Regeln zu Erfüllungsverbot und Altvertragsklausel beachten
  • Verbote und Genehmigungsvorbehalte sicher beachten
    • Ausfuhrkontrollrecht schafft Rahmen zu internationalen Verpflichtungen
    • Verbote oder Genehmigungsvorbehalte bei der Gewährung von Krediten, Garantien, Akkreditiven und Bürgschaften

Verschärfte Anforderungen an das Screening von Länderrisiken

  • Was ändert sich mit den Sanktionsdurchsetzungsgesetzen (SanktDG)?
    • Neue EU Richtlinie über Vermögensabschöpfung und Beschlagnahme
  • Einhalten von Sanktionen und Embargos: Kontrollen und Prozesse
    • Geschäftsorganisation, Internes Kontrollsystem (IKS) und Interne Revision
    • Sind Eskalationsstufen und Kommunikationswege beschrieben?
    • Straf- und Bußgeldvorschriften des AWG und AWV bei Nichtbeachtung von Sanktionen und Embargos
  • Verschärfte Kontroll-Pflichten bei Drittländern mit hohem Risiko
  • Anforderungen an IT-gestützte Monitoring- und Screening-Systeme:
    • Ex-post und in Echtzeit: Selektion und Filtern von verdächtigen Transaktionen
  • Sperre bei Neulistungen auf Embargo- und Sanktionslisten

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4 Tipps für den sicheren Umgang mit Sanktionen und Embargos

Hier sind vier Tipps, wie du Compliance-Pflichten effizient und rechtssicher umsetzen kannst:

  1. Schaffe ein Bewusstsein für Sanktionen und Embargos in deinem Unternehmen.
    Informiere dein Team über die Bedeutung von Finanzsanktionen und Embargos sowie die möglichen Konsequenzen bei Nichtbeachtung. Je besser dein Team die rechtlichen Rahmenbedingungen kennt, desto sicherer kann es Risiken identifizieren und vermeiden.

  2. Setze effektive Kontrollprozesse um.
    Implementiere ein IT-gestütztes Monitoring-System, das in Echtzeit verdächtige Transaktionen erkennt und sperrt. Klare Prozesse für den Umgang mit Sanktionslistentreffern und die Meldepflicht eingefrorener Gelder helfen dir, gesetzliche Anforderungen zuverlässig zu erfüllen.

  3. Fördere eine Compliance-Kultur.
    Entwickle eine Unternehmenskultur, die auf die Einhaltung von Sanktionen und Embargos ausgerichtet ist. Dies umfasst Schulungen, praxisnahe Leitfäden und interne Richtlinien, die den sicheren Umgang mit Risiken fördern.

  4. Kommuniziere deine Maßnahmen klar.
    Stelle sicher, dass Eskalationsstufen und Kommunikationswege im Unternehmen beschrieben sind. Transparenz bei der Einhaltung von Sanktionsvorgaben zeigt auch extern, dass dein Unternehmen die gesetzlichen Anforderungen ernst nimmt.

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Tricks für ein effektives Sanktions-Management:

  • Mache Compliance zu einem festen Bestandteil deiner Unternehmenskultur.
  • Schaffe Anreize für proaktive Risikovermeidung in deinem Team.
  • Fördere regelmäßige Schulungen und Weiterbildungen zu aktuellen gesetzlichen Vorgaben.
  • Nutze IT-gestützte Screening-Systeme, um Prozesse zu optimieren.
  • Setze klare Leitlinien für den Umgang mit Länderrisiken und Meldepflichten.

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Das Digitale Karriere-Zertifikat, auch bekannt als Digital Badge, ist eine moderne Form der Zertifizierung, die dir digital verliehen wird.

Mit diesem Badge kannst du einfach und effektiv in digitalen Netzwerken, auf deinem LinkedIn-Profil oder in deinem Lebenslauf zeigen, dass du proaktiv an deiner beruflichen Entwicklung arbeitest.

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FAQ – Was muss ich wissen?


Aktuelles zum Thema Embargos und Sanktionen

Sanktionen und Embargos: Risiken und Anforderungen

Sanktionen und Embargos stellen Unternehmen vor komplexe Herausforderungen im Compliance-Management. Sie betreffen den Kapital- und Zahlungsverkehr sowie länder- und personenbezogene Beschränkungen, die bei Nichteinhaltung erhebliche rechtliche und finanzielle Risiken bergen. Unternehmen müssen effektive Strategien entwickeln, um diese Anforderungen zu erfüllen.

Zu den zentralen Ansätzen gehören die Implementierung von IT-gestützten Monitoring-Systemen, die Echtzeit-Screening ermöglichen, sowie die Nutzung praxisorientierter Leitfäden zur Einhaltung von Meldepflichten und der Handhabung von Sanktionslistentreffern. Diese Maßnahmen stärken die Compliance und minimieren Risiken.

Risikomanagement und rechltiche Sicherheit des Unternehmens

Ein effektives Management von Sanktions- und Embargorisiken ist essenziell für die rechtliche und finanzielle Sicherheit deines Unternehmens. Die Berücksichtigung verschärfter Kontrollpflichten, etwa durch das Sanktionsdurchsetzungsgesetz (SanktDG), hilft, rechtliche Risiken zu reduzieren und die Geschäftsbeziehungen sicher zu gestalten.

Proaktive Maßnahmen wie das Screening von Länderrisiken, die klare Kommunikation von Eskalationsstufen und die Einhaltung von Erfüllungsverboten stärken die Widerstandsfähigkeit deines Unternehmens und fördern nachhaltige Compliance.

Kontinuierliche Verbesserungen der Compliance-Strategien

Um dein Sanktions- und Embargomanagement kontinuierlich zu verbessern, sind regelmäßige Überprüfungen und Audits entscheidend. Mit praxisorientierten Leitfäden und Checklisten kannst du Schwachstellen in deinem Monitoring identifizieren und gezielt optimieren.

Das S+P Seminar „Sanktionen und Embargos: Compliance-Pflichten sicher erfüllen“ vermittelt dir die neuesten gesetzlichen Anforderungen und Best Practices. Du lernst, wie du Screening-Systeme implementierst, Meldepflichten einhältst und deine Strategien an sich ändernde regulatorische Vorgaben anpasst. Nutze dieses Wissen, um die rechtliche Sicherheit deines Unternehmens zu gewährleisten.

💡 Weitere Vorteile auf einen Blick

✔️ Kompetenzgewinn für dein Sanktions- und Embargomanagement
Du verstehst aktuelle Vorgaben aus dem Außenwirtschaftsrecht, Sanktionsdurchsetzungsgesetz und EU-Regelungen – und setzt sie sicher in deinem Unternehmen um.

✔️ Rechtssicherheit & Risikovermeidung
Du lernst, wie du Meldepflichten, Sanktionslistentreffer und Kontrollprozesse rechtssicher managst – inklusive SZ FiSankt, AWG und AWV.

✔️ S+P Tool Box für sofortige Umsetzung
Du arbeitest mit praxisbewährten Vorlagen, Checklisten und Leitfäden – für Screening-Prozesse, Länderrisiken und Embargoüberwachung.

✔️ Kompaktes Update für moderne Compliance-Arbeit
Du erhältst ein strukturiertes Update zu regulatorischen Änderungen, verschärften Pflichten und IT-gestütztem Sanktionsscreening – verständlich aufbereitet und sofort anwendbar.

Seminar Compliance

Deine Vorteile im Seminar: Sanktionen und Embargos – Compliance navigieren

Modul / Thema Inhalte im Seminar Dein konkreter Nutzen
Sanktionsrecht & Finanzembargos Arten von Embargos, Meldepflichten und Sanktionslistentreffer richtig einordnen Du erkennst Risiken frühzeitig und erfüllst gesetzliche Vorgaben sicher.
Länderrisiken & EU-Regelungen Screening verschärfter Länderrisiken, Umsetzung von SanktDG & EU-Vorgaben Du vermeidest Haftungsfallen mit einem strukturierten Monitoring-System.
IT-gestütztes Monitoring Systematische Selektion, Echtzeitfilter & Maßnahmen bei Neulistungen Du baust ein wirksames Kontrollsystem für Sanktionen und Embargos auf.
S+P Tool Box & Fallstudien Leitfäden, Checklisten und Best Practices aus dem Sanktionsmanagement Du nutzt direkt einsetzbare Tools für deinen Arbeitsalltag.
Zertifikat & Digital Badge S+P Zertifikat + Badge für dein Sanktions- und Embargo-Know-how Du dokumentierst deine Kompetenz gegenüber Aufsicht & Unternehmen.

Rechtssicher durch das Sanktionsrecht – Update für Compliance Officer

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Im S+P Seminar „Sanktionen & Embargos: Update 2025“ erhältst du ein kompaktes Praxis-Update zu Meldepflichten, Screening-Vorgaben und aktuellen gesetzlichen Anforderungen wie SanktDG und EU-Recht. Du lernst, wie du Risiken erkennst, Embargotreffer richtig behandelst und dein Unternehmen regulatorisch absicherst.

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🎯 Was du an einem Tag erreichst

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✔️ Du bewertest Risiken aus Finanzsanktionen und Embargos strategisch – mit Fokus auf rechtssichere Prozesse und IT-gestütztes Screening.

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KI-gestützte Entscheidungsfindung im C-Level: Wie du mit Künstlicher Intelligenz besser führst

KI-gestützte Entscheidungsfindung im C-Level: Wie du mit Künstlicher Intelligenz besser führst

Künstliche Intelligenz ist längst kein Zukunftsthema mehr. Sie ist im Hier und Jetzt angekommen – und verändert, wie Entscheidungen im Unternehmen getroffen werden. Besonders auf C-Level-Ebene eröffnet KI neue Chancen, aber auch neue Verantwortlichkeiten.

In diesem Artikel erfährst du, wie du als Executive KI sinnvoll in deine Entscheidungsfindung integrierst, welche Fallstricke du vermeiden solltest und welche Kompetenzen du brauchst, um KI nicht nur zu nutzen, sondern sie verantwortungsvoll zu führen.

Karriere-Booster für C-Level Manager

Warum KI die Entscheidungsfindung auf C-Level verändert

Früher basierten Entscheidungen auf Erfahrung, Intuition und begrenzten Daten. Heute ermöglicht KI:

  • Schnellere Analysen großer Datenmengen

  • Prognosen auf Basis historischer Muster

  • Szenarien-Simulationen für strategische Entscheidungen

Das verändert nicht nur die Qualität, sondern auch die Geschwindigkeit und Komplexität von Entscheidungen.

Fazit: KI ist nicht nur ein Tool – sie ist ein Gamechanger für strategisches Management.


Einsatzbereiche von KI im C-Level-Umfeld

  • Finanzen: Frühwarnsysteme, Risikomodelle, Liquiditätsplanung

  • HR: KI-gestützte Bewerberanalysen, Talentprognosen

  • Sales & Marketing: personalisierte Kampagnen, Marktsegmentierung

  • Operations: Predictive Maintenance, Prozessoptimierung

  • Strategie: Simulationsmodelle, Wettbewerbsanalysen

Wichtig: Du brauchst kein Data Scientist zu sein, aber du solltest die Logik hinter den Anwendungen verstehen.


Die 5 zentralen Kompetenzen für KI-basierte Führung

1. Digitale Urteilskraft

Verstehe, wo KI sinnvoll ist – und wo nicht. Hinterfrage Datenqualität, Trainingsalgorithmen und Zielparameter.

2. Risikokompetenz & Governance-Verständnis

KI kann diskriminieren, Fehler machen oder intransparente Entscheidungen treffen. Baue ethische und rechtliche Leitplanken.

3. Fragen stellen statt alles wissen

Führung heißt heute: richtige Fragen an Algorithmen stellen, statt alle Antworten zu kennen.

4. Datenkompetenz auf Management-Level

Erkenne Datenmuster, bewerte Dashboards, beziehe Daten in deine Entscheidungsfindung ein – ohne dich von ihnen dominieren zu lassen.

5. Führung mit Haltung

KI darf kein Selbstzweck sein. Entscheide, welche Werte du mit Technologie vertreten willst. Verantwortung bleibt beim Menschen.


Fallstricke bei KI-Entscheidungen – und wie du sie vermeidest

  • Blindes Vertrauen in die Technologie → KI ist nur so gut wie ihre Daten und Parameter

  • Mangelnde Transparenz → Erkläre, wie Entscheidungen zustande kommen (Stichwort: Explainable AI)

  • Ethik außer Acht lassen → KI darf nicht diskriminieren, manipulieren oder entmenschlichen

  • Technik-Overload → Nicht jede Entscheidung braucht KI – setze sie gezielt ein

Tipp: Entwickle gemeinsam mit deinem Team ein KI-Governance-Framework, das Nutzen, Grenzen und Verantwortung klärt.


Führung neu denken: Mensch + Maschine im Team

KI ist kein Ersatz für Führung – sondern ein Verstärker. Die besten Entscheidungen entstehen durch das Zusammenspiel aus:

  • Datenbasierter Analyse (KI)

  • Erfahrung & Intuition (Mensch)

  • Werte & Kontext (Führung)

So entsteht echte Entscheidungsqualität.


Best Practices: So führst du KI-basierte Entscheidungen im Unternehmen ein

  1. Pilotprojekte starten – klein, fokussiert, mit klarer Zielsetzung

  2. Transparenz schaffen – KI verständlich erklären, Vertrauen fördern

  3. Teams befähigen – nicht nur Fachabteilungen, sondern auch Führungskräfte trainieren

  4. Ethik einbinden – z. B. mit einem internen AI-Ethikrat oder Leitlinien

  5. Ergebnisse messen – qualitative und quantitative Bewertung von KI-gestützten Entscheidungen

Tipp: Nutze C-Level-Seminare und Leadership Online-Trainings, um deine Kompetenzen praxisnah zu erweitern.


Fazit: KI verändert alles – außer deine Verantwortung

Als Executive bleibst du Entscheidungsträger:in. Aber mit KI hast du ein mächtiges Werkzeug, das dich unterstützen kann – wenn du es kritisch, kompetent und ethisch geführt einsetzt.

Mach KI nicht zum Mythos. Mach sie zum Teil deiner Führungskraft.

Jetzt ist der Moment zu lernen, zu gestalten und Verantwortung zu übernehmen:


Du führst nicht KI. Du führst mit KI.


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Future Skills für Executives: So bleibst du als C-Level-Führungskraft zukunftsfähig

Future Skills für Executives: So bleibst du als C-Level-Führungskraft zukunftsfähig

In einer Welt, die sich permanent verändert, reicht Erfahrung allein nicht mehr aus, um als C-Level-Führungskraft erfolgreich zu bleiben. Was heute zählt, sind Future Skills: Kompetenzen, die dir helfen, Wandel aktiv zu gestalten, Teams durch Unsicherheit zu führen und Technologien sinnvoll zu nutzen.

In diesem Artikel erfährst du, welche Future Skills jetzt entscheidend sind, wie du sie entwickelst und warum sie für deine Karriere unverzichtbar sind.

Future Skills für Executives

Was sind Future Skills?

Future Skills sind zukunftsrelevante Kompetenzen, die dir helfen, komplexe Herausforderungen in einer digitalisierten, dynamischen und unsicheren Welt zu meistern. Sie kombinieren technologische, soziale und transformative Fähigkeiten.

Anders als klassische Fachkompetenz bleiben sie auch bei technologischem Wandel stabil und machen dich als Führungskraft flexibel, anpassungsfähig und wirksam.


Warum Future Skills für Executives so wichtig sind

  • Die Halbwertszeit von Wissen sinkt rapide

  • Digitalisierung und KI verändern Entscheidungsprozesse

  • Teams arbeiten zunehmend hybrid, divers und autonom

  • Verantwortung für Nachhaltigkeit und Werte rückt in den Fokus

Kurz gesagt: Wer als Executive zukunftsfähig sein will, braucht mehr als Management-Tools – er oder sie braucht Leadership-Kompetenz auf neuem Level.


Die 7 entscheidenden Future Skills für Executives

1. Selbstführung & Resilienz

Führung beginnt bei dir. Du brauchst Energie, Klarheit und emotionale Stabilität – besonders in stürmischen Zeiten.

Tipp: Entwickle Routinen für Fokus, Reflexion und Regeneration.

2. Systemisches Denken

Verstehe komplexe Zusammenhänge, erkenne Muster und begreife, wie Entscheidungen sich auf das gesamte System auswirken.

Nutzen: Du triffst bessere Entscheidungen und vermeidest kurzfristiges Reagieren.

3. Kommunikationsstärke

Führe klar, empathisch und auf Augenhöhe. Gerade in hybriden Teams ist Kommunikation der Schlüssel zu Vertrauen und Wirkung.

Skill-Tipp: Lerne Storytelling, Active Listening und digitale Kommunikation.

4. Digitale Kompetenz & KI-Verständnis

Du musst keine IT-Expert:in sein, aber die Logik digitaler Tools und KI-Systeme verstehen.

Frage dich: Wie beeinflussen Algorithmen meine Entscheidungen, Produkte oder Kundenerlebnisse?

5. Innovationsfähigkeit & Lernbereitschaft

Erfolg entsteht durch permanentes Lernen. Zukunftsfähige Executives sind neugierig, lernbereit und offen für neue Ideen.

Praxis: Schaffe eine Lernkultur im Team und reflektiere deine eigenen Lernwege.

6. Werteorientiertes Handeln & Verantwortung

Menschen folgen dir, wenn sie merken, dass du authentisch und verantwortungsvoll handelst. ESG, Nachhaltigkeit und Ethik sind zentrale Themen.

Frage dich: Wie trägt meine Arbeit zu einem verantwortungsvollen Wirtschaften bei?

7. Kollaboration & Co-Creation

Führe in Netzwerken, nicht in Silos. Zukunft entsteht gemeinsam, mit Kunden, Partnern und Teams auf Augenhöhe.

Tool-Tipp: Nutze Design Thinking, agile Formate oder Innovationssprints.


Wie du Future Skills entwickelst: 3 Wege

1. Persönliche Reflexion & Feedback

Nimm dir regelmäßig Zeit für Selbstreflexion. Hol dir Feedback von Peers, Teammitgliedern oder Coaches. Nutze Journaling oder 360°-Analysen.

2. Peer-Learning & Sparring

Lerne mit anderen Führungskräften. Diskutiere echte Herausforderungen, teile Erfahrungen und lerne durch Perspektivwechsel.

Tipp: Schau dir unsere Leadership Online-Seminare für C-Level an.

3. Weiterbildung mit Zukunftsfokus

Nutze gezielte Formate, die Future Skills fördern: Workshops, Deep Dives, Masterclasses. Wichtig: nicht nur Wissen, sondern Transformation.

Empfehlung: C-Level-Seminare mit Fokus auf neue Leadership-Modelle und Skillsets.


Was sich im C-Level Leadership jetzt ändert

  • Vom Entscheider zum Ermöglicher: Empower statt kontrollieren

  • Vom Alleskönner zum Netzwerker: Experten orchestrieren statt alles selbst machen

  • Vom Chef zum Coach: Menschenentwicklung statt KPI-Management

  • Vom Planer zum Navigator: Flexibel agieren in unsicherer Zukunft

Diese Rollenveränderung verlangt neue Haltung – und neue Kompetenzen.


Fazit: Future Skills sind kein Add-on – sie sind das Fundament deiner Wirksamkeit

Als C-Level-Führungskraft bist du mehr denn je Gestalter:in, Vorbild und Kulturträger:in. Mit den richtigen Future Skills bleibst du relevant, wirkungsvoll und resilient.

Lerne weiter, führe mit Haltung und baue dir dein eigenes Lern- und Leadership-Ökosystem auf.

Jetzt ist die Zeit zu wachsen:


Führe dich selbst. Dann führst du andere in die Zukunft.


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Neu als Compliance Officer – dein Fahrplan für die ersten 100 Tage

Neu als Compliance Officer – dein Fahrplan für die ersten 100 Tage

🧭 Verantwortung übernehmen – mit System

Der Einstieg als Compliance Officer ist eine Schlüsselrolle in jedem Unternehmen. Du sorgst dafür, dass interne Regeln eingehalten, gesetzliche Vorschriften beachtet und Risiken frühzeitig erkannt werden. Dabei bist du nicht nur „Wächter“, sondern auch Sparringspartner für Management, Fachabteilungen und externe Stellen.

Gerade am Anfang ist die Herausforderung groß: Du musst dich ins Unternehmen einarbeiten, Risiken verstehen, Prozesse analysieren und dir intern Vertrauen aufbauen. In diesem Beitrag zeige ich dir, wie du als neuer Compliance-Beauftragter strukturiert durchstartest – mit einem klaren Fokus auf Praxis und Wirksamkeit.

Neu als Compliance Officer

1️⃣ Einarbeitung in das Unternehmen und das regulatorische Umfeld

Bevor du Regeln kontrollieren kannst, musst du das Spielfeld kennen. Verschaffe dir einen Überblick über:

  • Strukturen, Abläufe und Verantwortlichkeiten
  • Bereits existierende Richtlinien, Policies und Kontrollsysteme
  • Die Branche und ihre spezifischen regulatorischen Anforderungen

Sprich mit relevanten Ansprechpartner:innen in Recht, Risikomanagement, Interne Revision, Datenschutz und Führungsebene. So erkennst du schnell, wie Compliance bisher gelebt wurde – und wo es Lücken gibt.


2️⃣ Verständnis der eigenen Rolle und Erwartungen

Was genau ist deine Funktion im Unternehmen? Welche Befugnisse hast du? Welche Pflichten und Rechte sind mit der Position als Compliance Officer verbunden?

Kläre, ob du:

  • unabhängig berichten darfst
  • Zugang zu allen relevanten Informationen bekommst
  • direkt an die Geschäftsführung oder ein Gremium angebunden bist

Eine saubere Rollenklärung verhindert später Missverständnisse – und gibt dir Sicherheit in der täglichen Arbeit.


3️⃣ Risikobasierter Einstieg: Wo ist dein Fokus am Anfang?

Kein Unternehmen ist 100 % regelkonform. Deshalb gilt: Priorisiere!
Führe eine erste Risikoanalyse durch:

  • Wo sind die größten rechtlichen Risiken?
  • Welche Prozesse sind besonders sensibel (z. B. Geldwäsche, Datenschutz, Lieferkette)?
  • Gibt es aktuelle oder vergangene Vorfälle?

Mit diesem Wissen kannst du einen kurzfristigen Maßnahmenplan erstellen und sichtbar erste Erfolge erzielen.


4️⃣ Vertrauen aufbauen – mit Kommunikation und Haltung

Compliance ist kein Selbstzweck – sie lebt von der Akzeptanz im Unternehmen. Zeige dich als Partner, nicht als reine Kontrollinstanz. Baue dir ein internes Netzwerk auf, kommuniziere transparent und zeige: Compliance schützt – und blockiert nicht.

Ein guter Einstieg:

  • Kurze Vorstellungsrunde in den Abteilungen
  • Eigene Werte und Zielbild kommunizieren
  • Offenheit für Fragen und Rückmeldungen zeigen

5️⃣ Schnelle Quick Wins: Was du in den ersten Wochen sichtbar machen kannst

Gerade am Anfang lohnt es sich, einige „sichtbare“ Punkte direkt anzugehen:

  • Schulungen und Awareness-Maßnahmen (z. B. Verhaltenskodex)
  • Aktualisierung veralteter Richtlinien
  • Aufbau eines Meldesystems für Hinweisgeber
  • Klärung offener Fragen mit dem Datenschutzbeauftragten

So zeigst du: Du sorgst für Klarheit, Transparenz und Sicherheit.


6️⃣ Persönliche Weiterbildung – du bist nie „fertig“

Als Compliance Officer ist kontinuierliches Lernen Pflicht: Gesetze ändern sich, Haftungsfragen werden komplexer, neue Risiken entstehen.
Setze von Anfang an auf regelmäßige Fortbildungen, z. B. zu:

  • Hinweisgeberschutzgesetz
  • Geldwäscheprävention
  • ESG-Compliance
  • Lieferkettenverantwortung

🧾 Fazit: Deine Rolle als Ermöglicher, nicht nur Kontrolleur

Compliance heißt nicht nur Regeln durchsetzen – sondern Risiken früh erkennen, Klarheit schaffen und Vertrauen ermöglichen. Als neuer Compliance Officer setzt du den Ton: Wirst du als Blockierer wahrgenommen? Oder als Profi, der Verantwortung übernimmt und gemeinsam mit dem Unternehmen für sauberes, nachhaltiges Handeln sorgt?

👉 Wenn du dich intensiver einarbeiten möchtest, findest du bei S+P Seminare praxisnahe Ausbildungen und zertifizierte Lehrgänge für deinen erfolgreichen Start:


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Neu als Geschäftsführer? Die wichtigsten ersten Schritte im Überblick

Neu als Geschäftsführer? Die wichtigsten ersten Schritte im Überblick

Der Einstieg als Geschäftsführer bringt viele neue Herausforderungen mit sich. Ob du frisch in die Rolle hineingewachsen bist oder als Externer neu ins Unternehmen kommst – die ersten Wochen und Monate sind entscheidend für deinen Erfolg. Es geht darum, das Unternehmen und seine Kultur zu verstehen, Klarheit über die eigenen Aufgaben und Verantwortlichkeiten zu gewinnen und schnell Vertrauen bei Mitarbeitenden, Kunden und Partnern aufzubauen.

In diesem Beitrag erhältst du eine strukturierte Übersicht über die wichtigsten Aufgaben und Themen, die dich als neuer Geschäftsführer erwarten. Du bekommst praxisnahe Tipps zur Einarbeitung, zum Umgang mit Verantwortung, zur Strategieentwicklung und zum Aufbau eines starken Netzwerks. Außerdem erfährst du, wie du mit Druck und Stress umgehen kannst – und warum persönliche Weiterentwicklung in dieser Rolle unerlässlich ist.
Ganz gleich, ob du eine GmbH führst, ein kleines Unternehmen übernimmst oder eine Führungsposition im Konzern einnimmst: Dieser Leitfaden hilft dir dabei, fokussiert und mit Klarheit durchzustarten.
Geschäftsführer Seminare

🧩 Einarbeitung in das Unternehmen und die Branche

Der erste Schritt als neuer Geschäftsführer ist das tiefe Verständnis für das Unternehmen, das du jetzt leitest. Es geht nicht nur darum, Produkte, Dienstleistungen oder Prozesse zu verstehen – sondern vor allem auch die Unternehmenskultur, Strukturen, internen Spielregeln und unausgesprochenen Erwartungen zu erkennen.

Nimm dir bewusst Zeit für Gespräche mit Schlüsselpersonen im Unternehmen: Mitarbeitende, Abteilungsleitungen, langjährige Kolleg:innen. Frag nach bisherigen Erfolgen, Herausforderungen, wiederkehrenden Problemen – und höre genau zu. So bekommst du schnell ein Gefühl dafür, wie das Unternehmen wirklich „tickt“.

Parallel ist es wichtig, die Branche genau zu analysieren: Wer sind die Hauptwettbewerber? Wie entwickelt sich der Markt? Welche Trends, Chancen und Risiken gibt es? Relevante Studien, Marktforschung und Verbandsberichte helfen dir dabei. Je besser du den Kontext kennst, desto klarer kannst du Chancen erkennen und fundierte Entscheidungen treffen.

Ein strukturierter Onboarding-Plan hilft dir dabei, den Überblick zu behalten. Notiere dir deine Erkenntnisse und definiere Meilensteine für deine ersten 100 Tage als Geschäftsführer.

🎯 Klärung der eigenen Rolle und Aufgaben als Geschäftsführer

Als neuer Geschäftsführer stehst du im Zentrum des Unternehmens. Umso wichtiger ist es, dir frühzeitig Klarheit über deine Rolle, Aufgaben und Befugnisse zu verschaffen. Was wird konkret von dir erwartet – operativ wie strategisch? Welche Ziele wurden dir gesetzt und wie wird dein Erfolg gemessen?

Gerade in der Anfangszeit ist es entscheidend, dass du die Schnittstellen zu anderen Führungskräften, Gesellschaftern und ggf. einem Beirat verstehst. Bist du alleiniger Geschäftsführer oder teilst du dir die Verantwortung mit anderen? Gibt es eine klare Geschäftsverteilung oder musst du diese noch selbst mitgestalten?

Auch rechtlich trägst du als Geschäftsführer große Verantwortung. Du bist verpflichtet, im Sinne des Unternehmens zu handeln und haftest im Ernstfall für Fehlentscheidungen. Deshalb ist es wichtig, sich mit den rechtlichen Pflichten eines Geschäftsführers vertraut zu machen – z. B. nach dem GmbH-Gesetz (GmbHG).

Lege von Beginn an fest, welche Themen du priorisierst, wie du Entscheidungen triffst und welche Führungskultur du etablieren möchtest. Eine klare Rolle sorgt für Vertrauen im Team, vermeidet Missverständnisse – und gibt dir selbst Orientierung im Alltag.

🤝 Aufbau eines starken Netzwerks mit Mitarbeitenden, Kunden und Partnern

Eine der wichtigsten Aufgaben eines Geschäftsführers ist der Aufbau eines belastbaren Netzwerks – intern wie extern. Denn: Ohne Vertrauen funktioniert keine nachhaltige Zusammenarbeit. Gerade am Anfang deiner Tätigkeit als Geschäftsführer solltest du dir bewusst Zeit nehmen, um Beziehungen zu stärken und aktiv zuzuhören.

Beginne intern mit den Mitarbeitenden: Zeige dich präsent, führe persönliche Gespräche, und signalisiere Offenheit. Frage nach Erwartungen, Ideen und Herausforderungen. So kannst du schnell Vertrauen aufbauen und die interne Kommunikation verbessern. Das ist essenziell für eine starke Führungskultur.

Auch der Kontakt zu Kunden, Geschäftspartnern und Lieferanten ist ein entscheidender Erfolgsfaktor. Wer dir als neue:r Geschäftsführer:in begegnet, möchte wissen, wofür du stehst. Hier ist es hilfreich, mit klarer Haltung, Transparenz und lösungsorientierter Kommunikation aufzutreten.

Ein starkes Netzwerk hilft dir nicht nur, Informationen schneller zu erhalten – es sorgt auch für Rückhalt in schwierigen Situationen, öffnet Türen für neue Geschäftsmöglichkeiten und trägt langfristig zur Stabilität des Unternehmens bei.

🧠 Umgang mit Verantwortung und Entscheidungen treffen lernen

Als Geschäftsführer trägst du eine enorme Verantwortung – für das Unternehmen, die Mitarbeitenden, die Finanzen und nicht zuletzt für dich selbst. Es ist ganz normal, dass sich diese neue Rolle anfangs auch überwältigend anfühlen kann. Umso wichtiger ist es, einen bewussten und reflektierten Umgang mit dieser Verantwortung zu entwickeln.

Du wirst täglich Entscheidungen treffen müssen, teils unter Zeitdruck, mit unvollständigen Informationen oder in emotional belastenden Situationen. Deshalb ist es hilfreich, ein persönliches Entscheidungsmodell zu entwickeln. Frag dich: Wie sammle ich Informationen? Welche Perspektiven beziehe ich ein? Welche Werte sind für mich nicht verhandelbar?

Verantwortung bedeutet auch, zu den eigenen Entscheidungen zu stehen – selbst dann, wenn sie sich im Nachhinein als falsch herausstellen. Hier zählt Transparenz, Lernbereitschaft und ein konstruktiver Umgang mit Fehlern.

Gerade in der Anfangsphase hilft ein Sparring mit erfahreneren Geschäftsführer:innen, Coaches oder einem Beirat. So vermeidest du typische Fallstricke und entwickelst ein sicheres Gefühl dafür, wann du entscheiden solltest – und wann nicht.

📈 Entwicklung einer langfristigen Strategie für das Unternehmen

Eine der zentralen Aufgaben eines Geschäftsführers ist es, die langfristige Strategie des Unternehmens zu entwickeln und aktiv zu gestalten. Gerade in den ersten Monaten geht es darum, zwischen operativem Tagesgeschäft und strategischer Ausrichtung die richtige Balance zu finden.

Bevor du strategisch planen kannst, solltest du zunächst eine Bestandsaufnahme machen: Wo steht das Unternehmen aktuell? Welche Stärken und Schwächen sind sichtbar? Welche Chancen und Risiken zeichnen sich am Markt ab? Nutze dafür Tools wie SWOT-Analysen, Branchenbenchmarks oder Feedbackgespräche mit Stakeholdern.

Aus dieser Analyse heraus kannst du klare Ziele für die nächsten 3 bis 5 Jahre ableiten. Diese sollten messbar, realistisch und mit der Unternehmensvision vereinbar sein. Eine erfolgreiche Strategie richtet sich immer an der Frage aus: Wie wollen wir in Zukunft im Markt bestehen – und mit welchem Alleinstellungsmerkmal?

Wichtig: Die Strategie darf nicht nur ein Papier im Schrank sein. Sie muss aktiv gelebt und kommuniziert werden – gegenüber Mitarbeitenden, Kunden und Partnern. Nur so wird sie zum zentralen Kompass für die gesamte Organisation.

💥 Umgang mit Druck und Stress als Führungskraft

Die Rolle des Geschäftsführers bringt nicht nur Verantwortung, sondern oft auch hohen Leistungsdruck und emotionale Belastung mit sich. Entscheidungen müssen schnell getroffen werden, Krisen können jederzeit auftreten – und von außen wird erwartet, dass du souverän bleibst.

Der Schlüssel liegt im bewussten Stressmanagement. Das beginnt mit Selbstwahrnehmung: Erkennst du frühzeitig Anzeichen von Überforderung? Weißt du, was dir hilft, wieder in deine Mitte zu kommen? Techniken wie Zeitmanagement, Priorisierung nach dem Eisenhower-Prinzip oder auch das gezielte Setzen von Grenzen helfen dir, nicht im Tagesgeschäft unterzugehen.

Mindestens genauso wichtig: Delegation. Du musst nicht alles selbst tun. Baue auf ein starkes Team, verteile Verantwortung und schaffe Strukturen, die dir den Rücken freihalten. Führung bedeutet auch, Vertrauen zu geben – nicht Kontrolle um jeden Preis.

Vergiss nicht: Auch als Geschäftsführer bist du Mensch. Pausen, Schlaf, Bewegung und Austausch mit anderen Führungskräften sind kein Luxus, sondern notwendig, um langfristig gesund und leistungsfähig zu bleiben.

📚 Weiterbildung und persönliche Entwicklung als Geschäftsführer

Erfolgreiche Geschäftsführer bleiben nicht stehen – sie entwickeln sich kontinuierlich weiter. Denn die Anforderungen an die Geschäftsführung verändern sich laufend: Digitalisierung, neue gesetzliche Vorgaben, Fachkräftemangel oder geopolitische Veränderungen verlangen Flexibilität und Lernbereitschaft.

Plane bewusst Zeit für deine persönliche und fachliche Weiterbildung ein. Das können Seminare zu Leadership, Strategie, Finanzen oder Recht sein – aber auch Coachings oder Austauschformate mit anderen Geschäftsführer:innen. Gerade der Blick über den eigenen Tellerrand bringt oft neue Perspektiven für die Unternehmensführung.

Neben fachlichen Themen ist auch die persönliche Entwicklung zentral. Wie willst du als Führungskraft wahrgenommen werden? Welche Werte vertrittst du? Und wie gehst du mit Macht, Verantwortung und Einfluss um?

Eine starke Führungspersönlichkeit entwickelt sich nicht über Nacht. Doch wer sich kontinuierlich reflektiert und weiterbildet, kann nicht nur besser führen – sondern wird auch authentischer, klarer und resilienter in herausfordernden Situationen.

🧾 Fazit: Als Geschäftsführer mit Klarheit und Haltung durchstarten

Der Einstieg als Geschäftsführer ist eine spannende, aber auch anspruchsvolle Phase. Du übernimmst Verantwortung, führst Menschen, triffst strategische Entscheidungen und musst dabei auch dich selbst gut im Blick behalten. Wer sich von Anfang an strukturiert einarbeitet, die eigene Rolle klärt, starke Netzwerke aufbaut und offen für Weiterentwicklung bleibt, legt den Grundstein für nachhaltigen Erfolg.

👉 Ob du neu in der Position bist oder dein Wissen auffrischen möchtest – gezielte Weiterbildung hilft dir dabei, souverän zu handeln und zukunftsfähig zu führen.


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